Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im September 2022

 

Nach den hellen Sommern√§chten wird es im September wieder deutlich fr√ľher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht √ľber uns f√§llt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer sp√§ter, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenf√∂rmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein gro√ües Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

 

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstra√üe als fahl schimmerndes Band hoch √ľber unseren K√∂pfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Fr√ľhsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im S√ľden leuchtet Saturn im Sternbild Steinbock, weiter √∂stlich folgt ihm Jupiter in den Fischen.

 

 

 

Die Planeten im September 2022

 

Merkur hatte Ende August seine größte östliche Elongation erreicht. Im September läuft er wieder auf die Sonne zu und erreicht sei am 23.9. Merkur bleibt somit unbeobachtbar.

 

Venus beendet ihre Zeit als Morgenstern, gegen Ende September wird man sie nicht mehr sehen können.

 

Mars zieht durch den Stier und wird weiter heller. Er geht jetzt deutlich vor Mitternacht auf und steht gegen Ende der dunklen Nacht nicht mehr weit vom Meridian entfernt. Sein Durchmesser wächst auf zwölf Bogensekunden an.

 

Jupiter kommt Ende September in Opposition und ist somit die ganze Nacht als hellster Planet am Firmament vertreten. Sein Durchmesser betr√§gt nun fast 50 Bogensekunden – ideale Bedingungen f√ľr Beobachter.

 

Saturn stand Mitte August in Opposition, der Ringplanet ist daher im September abends im S√ľdosten bereits aufgegangen. Jetzt kann man ihn bequem ab den Abendstunden beobachten.

 

Uranus geht nun bereits in den fr√ľhen Abendstunden auf, etwa ab Mitternacht lohnt sich eine Beobachtung. Am 14./15.9. wird Uranus in der Zeit von 23 Uhr bis 0:20 Uhr MESZ vom Mond bedeckt!

 

Neptun erreicht Mitte September seine diesjährige Opposition zur Sonne. Der ferne Planet steht derzeit im Wassermann.

 

 
Texte und Bilder: © "Vereinigung der Sternfreunde e.V."