Astronomie Aktuell:

 

Der Sternenhimmel im Oktober 2018

 

 

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

 

Im Osten ziehen dagegen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen. Für Planetenbeobachter bieten sich im Oktober die fernen Gasplaneten Neptun im Wassermann und Uranus in den Fischen an.

 

Planeten im Oktober 2018

 

Merkur entfernt sich bis Ende Oktober wieder weit von der Sonne, taucht in der Abenddämmerung aber nur von südlichen Ländern aus auf.

 

Venus zieht Ende Oktober an der Sonne vorbei, sie bleibt daher diesen Monat unsichtbar.

 

Mars hält sich hartnäckig am Abendhimmel auf, seine Bahn führt ihn durch das Sternbild Steinbock. Am 18. Oktober steht der Mond links von Mars.

 

Jupiter wird nun von den Strahlen der Sonne eingeholt, seine Sichtbarkeit endet im Laufe des Monats. Wer mag, kann seinen Abschied von Tag zu Tag in der Abenddämmerung verfolgen.

 

Saturn hat etwas mehr Abstand zur Sonne als Jupiter, daher kann man den Ringplaneten diesen Monat noch am Abendhimmel sehen.

 

Uranus steht Ende Oktober im Rampenlicht – seine Opposition tritt ein, er ist die ganze Nacht lang zwischen Fischen und Widder zu sehen. Natürlich nur mit einem Fernglas.

 

Neptun erreicht seine Südstellung nun bereits in der Zeit vor Mitternacht, das ist für eine spätabendliche Beobachtung des bläulichen Gasplaneten eine angenehme Zeit.